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Alexander von Ungern-Sternberg
Physiologie der Gesellschaft
 


Berghahn, Cord / Wiedemann, Conrad (Hg.)
Berlin 1800
 


Brandstetter, Gabriele / Eikels, Kai van / Schuh, Anne (Hg.)
DE/SYNCHRONISIEREN?
 


Braun, Michael / Dittmer, Kathrin / Rector, Martin (Hg.)
Gegenstrophe 8
 


Engel, Johann Jakob
Der Philosoph für die Welt
 


Hulek, Klaus / Hofheinz, Marco / Hoyningen-Huene, Paul / Pohlhausen, Robert
Wissensformen – Vier Versuche
 


Jörg Döring, Jörg / Lewandowski, Sonja / Oels, David (Hg.)
Non Fiktion - rowohlts deutsche enzyklopädie
Wissenschaft im Taschenbuch 1955–68
 


Kästner, Abraham Gotthelf
Lehrgedichte
 


Kaminski, Nicola / Ruchatz, Jens
Journalliteratur – ein Avertissement
 


Li, Wenchao
Lautdenken mit L.
 


Li, Wenchao / Ruppelt, Georg
Leibniz-Kaleidoskop
 


Pfranger, Johann Georg
Der Mönch vom Libanon
 

 

IN VORBEREITUNG



Eschenburg, Johann Joachim
Ueber W. Shakespeare

 

Heesen, Eva Catherina
Adolph Friedrich, Herzog von Cambridge
als Generalgouverneur und Vizekönig von Hannover 1816–1837
 

Kraus, Joseph Martin
Tolon, ein Trauerspiel in drei Akten (1776)

 

Maenner, Abram
Findelkinder
Gedichte
 

Ortlieb, Cornelia und Tobias Fuchs (Hg.)
Schreibekunst und Buchmacherei
Zur Materialität desSchreibens und Publizierens um 1800
 

Pfranger,Johann Georg
Der Mönch vom Libanon
Ein Nachtrag zu Nathan der Weise (1782)
 

Ungern-Sternberg, Alexander von
Die Zerrissenen
Roman
 

Wischmeyer, Nadja
Der Mittellandkanal
Landschaft – kultivierte Landschaft – Kulturlandschaft
 


Schiff, Hermann

Varinka, oder: Die rothe Schenke

und andere Erzählungen

Hrsg. v. Olaf Briese

Mit einem Nachwort von Olaf Briese

Bibliothek des 19. Jahrhunderts 10
2013, 148 Seiten, Broschur
ISBN 978–3–86525–324–8
ISSN 1867–397X
Preis: 16,00 €

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  Varinka, oder: Die rothe Schenke

 

Hermann Schiff (1801–1867) – ein extremer Schriftsteller, ein extremes Leben in einem extremen Jahrhundert. Er wusste, worüber er berichtete, als er am endlosen Schwarzbuch des Jahrhunderts mitschrieb: Chroniken nicht von Naturkatastrophen, sondern Sozialkatastrophen. Er hatte seine Erfahrungen: prekariöser Schriftsteller, diskriminierter Jude und schlichtweg Zeitgenosse.

Vertreter einer anderen Literaturgeschichte, einer heute verdrängten, schrieb er Literaturchroniken des Grauens, Sozialchroniken des Grauens, Kulturchroniken des Grauens. Als Splatter-Schiff, wie er hier genannt werden soll, versuchte er, diesem Grauen Worte zu geben. Er berichtet aus der Todeszone der Normalität, er sendet chiffrierte Dokumente über die Fortschritte eines Heranwachsenden; der Heranwachsende ist die Moderne. Es sind – literarische Schwarzarbeit – Nachtprogramme aus dem Inneren der geschlossenen Anstalt.

Spätestens mit seiner Novelle »Helden des dreißigjährigen Friedens« von 1854, die von der allmählichen Verwandlung eines Selbstmordkandidaten in ein Einhorn handelt – ein Gregor Samsa des Spätbiedermeier, hiermit dem Vergessen entrissen – kann er als Autor der Weltliteratur gelten. Wer diese Novelle gelesen hat, wird sich der Meinung anschließen müssen, dass die Steigerung von grotesk nicht kafkaesk, sondern schiffesk lautet.

 
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