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Schiff, Hermann

Varinka, oder: Die rothe Schenke

und andere Erzählungen

Hrsg. v. Olaf Briese

Mit einem Nachwort von Olaf Briese

Bibliothek des 19. Jahrhunderts 10
2013, 148 Seiten, Broschur
ISBN 978–3–86525–324–8
ISSN 1867–397X
Preis: 16,00 €

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  Varinka, oder: Die rothe Schenke

 

Hermann Schiff (1801–1867) – ein extremer Schriftsteller, ein extremes Leben in einem extremen Jahrhundert. Er wusste, worüber er berichtete, als er am endlosen Schwarzbuch des Jahrhunderts mitschrieb: Chroniken nicht von Naturkatastrophen, sondern Sozialkatastrophen. Er hatte seine Erfahrungen: prekariöser Schriftsteller, diskriminierter Jude und schlichtweg Zeitgenosse.

Vertreter einer anderen Literaturgeschichte, einer heute verdrängten, schrieb er Literaturchroniken des Grauens, Sozialchroniken des Grauens, Kulturchroniken des Grauens. Als Splatter-Schiff, wie er hier genannt werden soll, versuchte er, diesem Grauen Worte zu geben. Er berichtet aus der Todeszone der Normalität, er sendet chiffrierte Dokumente über die Fortschritte eines Heranwachsenden; der Heranwachsende ist die Moderne. Es sind – literarische Schwarzarbeit – Nachtprogramme aus dem Inneren der geschlossenen Anstalt.

Spätestens mit seiner Novelle »Helden des dreißigjährigen Friedens« von 1854, die von der allmählichen Verwandlung eines Selbstmordkandidaten in ein Einhorn handelt – ein Gregor Samsa des Spätbiedermeier, hiermit dem Vergessen entrissen – kann er als Autor der Weltliteratur gelten. Wer diese Novelle gelesen hat, wird sich der Meinung anschließen müssen, dass die Steigerung von grotesk nicht kafkaesk, sondern schiffesk lautet.

 
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