Birte Rogacki-Thiemann

»Wir verändern uns, aber wir vergehen nicht«

Die Bauten des Architekten Emil Lorenz (1857–1944)

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Der in Zwickau geborene Architekt Emil Lorenz hat sein gesamtes Berufsleben in Hannover verbracht und in der langen Zeitspanne zwischen 1887 und 1944 das Wachstum und die damit einhergehende Neugestaltung der Stadt aktiv begleitet. Seine Bauten, die Villen im Zooviertel ebenso umfassen wie große Verwaltungsbauten sowie auch die Erweiterungen des Stephansstiftes zu Beginn des 20. Jahrhunderts, prägen somit maßgeblich – und vielfach bis heute – das Gesicht der Stadt Hannover.
In den überaus spannenden und bewegten Zeitphasen des späten deutschen Kaiserreichs, der beiden Weltkriege und der Weimarer Republik war Lorenz Mitglied der gehobenen hannoverschen Gesellschaft und hatte nachweislich Kontakt zu zahlreichen lokalen Persönlichkeiten – genannt seien hier nur beispielgebend die Zusammenarbeit mit dem Stadtgartendirektor Julius Trip und Aufträge für Stadtdirektor Heinrich Tramm, Verleger August Madsack, Unternehmer Fritz Beindorff und den Generalfeldmarschall und späteren Reichspräsidenten Paul von Hindenburg. Die Geschichte von Lorenz’ Bauten ist somit zugleich eine Geschichte der hannoverschen Gesellschaft in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Dennoch ist der Name Emil Lorenz den meisten Hannoveranern wenig geläufig. Im vorliegenden Band der Hannoverschen Studien wird nun erstmals eine chronologische Werkschau von Emil Lorenz’ Werken vorgenommen, die auf mehrjährigen historischen Recherchen, der Auswertung von Archivalien und der Bestandsaufnahme von überkommenen Bauwerken basiert. Dem Text zugeordnetes großzügiges Bild- und Kartenmaterial ermöglicht auch Stadtspaziergänge auf den Spuren von Emil Lorenz in Hannover.

Dieser Titel erschien am 6. Februar 2019 in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung auf S. 19.

Birte Rogacki-Thiemann

Birte Rogacki-Thiemann studierte Architektur an der Universität Hannover, war Stipendiatin des Graduiertenkollegs »Kunstwissenschaft – Bauforschung – Denkmalpflege« in Berlin und Bamberg und promovierte 2004 zur mittelalterlichen Baugeschichte des Magdeburger Domes. Sie lebt in Hannover und arbeitet dort als Bauhistorikerin. Regelmäßig veröffentlicht sie Arbeiten zu bauhistorischen Themen, Bauwerken oder Architekten. Ihre besondere Leidenschaft gilt der intensiven Recherche in Archivmaterialien. Die Auswertung eines umfangreichen, bisher kaum beachteten wissenschaftlichen und künstlerischen Nachlasses sowie die Entdeckung und Untersuchung von zahlreichen privaten Dokumenten ist die Grundlage dieses Buchs, das aufschlussreiche Einblicke in das bürgerliche Bauen in Hannovers Zooviertel zu Beginn des 20. Jahrhunderts eröffnet.

  • ISBN: 978-3-86525-677-5
  • 189 teils farbige Abbildungen
  • 336 Seiten
  • Hardcover, Hannoversche Studien 17
  • Am 03.01.2019 erschienen
  • Deutsch
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