Essays

Oliver Ruf

Schreibleben

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»In einer der berühmten Erzählungen, die der vollkommen unöffentliche, fast panisch scheue, sich selbst am Liebsten hinter seinem Schreiben verbergende Wunder-Schriftsteller verfasst hat, heißt es, dass sich einer eines Morgens als ein anderer wieder fand, ›zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt‹. Und da fühlte er auch ein ›leichtes Jucken oben auf dem Bauch‹; konnte die juckende Stelle, die mit lauter kleinen weißen Pünktchen besetzt war, auch finden und wollte mit einem Bein die Stelle betasten, zog es aber gleich zurück, denn ›bei der Berührung umwehten ihn Kälteschauer.‹«

»Von Material zugebaut der überwucherte Fensterplatz (zum Träumen). Bücher, Blätter, Zeitungen. Manuskriptstapel. Verheftete Postkarten. Ihr Sammelsurium. Das dient ihr als Substanz. Schreiben als Leben: Schreibleben.«

Das Buch versammelt literarische Porträts, Reportagen und essayistische Versuche bei der Begegnung mit Literatur, Kultur und Menschen, die so unterschiedliche Namen tragen wie Friedrich Schiller und Wilhelm Busch, Klabund und Astrid Lindgren, Franz Kafka und Daniel Kehlmann, Erich Kästner und Philip Roth, Friederike Mayröcker und Robert de Niro.

Oliver Ruf, geboren 1978 in Saarbrücken, ist Professor für Kreatives Schreiben und Medienästhetik. Seine publizistischen Arbeiten wurden mit mehreren Essay-Preisen ausgezeichnet. Als Buchpublikationen sind u.a. die Bände Ästhetik der Ausschließung (2009), Kopfkohle (2011) und Zur Ästhetik der Provokation (2012) erschienen.

»Dieses Buch hat es – vor allem, aber nicht nur – schriftsprachästhetisch faustdick hinter den Buchdeckeln. Dort warten kulturwissenschaftlich – besonders aber poetisch und poetologisch – höchst versierte essayistische Kommentare, die das gesellschaftliche Subsystem der europäischen Literatur der Gegenwart mal diachron, mal synchron, dann wieder zugleich in beide Richtungen erlesen lassen. Dies alles auch noch in allgemeinverständlicher und unterhaltender Weise.«



»der unwiderstehliche Charme dieser Reportagen«



»journalistische[] Meisterstücke«



»›Schreibleben‹ ist […] ein vor Esprit und Lebendigkeit durch, mit und von Sprache überschäumendes Buch für Leser aller [...] Altersklassen […].«



»Dieses Buch ist aber auch ein Literaturfest oder, anders formuliert, es ist eine Art Portschlüssel für den Leser, auf mehr als fünfzig literarischen Hochzeiten zugleich als Gast und Kommentator teilzunehmen.«



»Oliver Ruf gelang mit dieser Versammlung seiner journalistischen Texte aus zehn Jahren […] ein literaturkritischer und feuilletonjournalistischer Royal Flash



»›Schreibleben‹ sollte man sich nicht entgehen lassen […].«



Die vollständige Rezension können Sie unter www.literaturkritik.de nachlesen.

Marie-Luise Wünsche, literaturkritik.de, 09.12.2012

»Mit dem Band legt Ruf eine ›kleine und persönliche Literatur- und Kulturgeschichte‹ vor, die zugleich Einblicke in die Praxis des Schreibens wie in die erzählten Welten und das literarische Leben bekannter und neu zu entdeckender Autoren gibt.«

Südkurier, 18.04.12
  • ISBN: 978-3-86525-264-7
  • 220 Seiten
  • Broschur
  • Am 20.03.2012 erschienen
  • Deutsch
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