Theatertexte

Theaterschriften

August Klingemann
Hrsg. von Alexander Košenina

Theaterschriften

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Ernst August Friedrich Klingemann (1777–1831) ist meist nur noch als Verfasser der Nachtwachen bekannt, die 1804 unter dem Pseudonym »Bonaventura« erschienen. Von zentraler Bedeutung in dieser facettenreichen Satire ist die Theaterwelt mit ihren Schauspielern, Rollen, Marionetten und Bühnenrequisiten. Klingemann war selbst ein höchst produktiver Dramatiker und Regisseur, der 1816 eine Schauspielschule und 1818 das Nationaltheater in Braunschweig begründete. Daraus ging das Hoftheater unter seiner Direktion hervor, wo 1829 Goethes Faust uraufgeführt wurde. Klingemanns lebenslanges Engagement für die Bühne ist mit einer äußerst regen Theaterpublizistik verbunden.

Der vorliegende Band versammelt Beiträge aus den Jahren 1800 bis 1829: Sie gelten klassischen Werken von Goethe, Lessing, Schiller und Shakespeare ebenso wie Fragen der Menschendarstellung, des Repertoires, der Schauspielkunst, des Publikums und der Aufführungskritik.

»Erstmals wird hier das weitgefächerte Spektrum der Überlegungen Klingemanns zum Theater erschlossen. […] Ein instruktives Nachwort, ein Verzeichnis der verwendeten Erstdrucke, Literaturhinweise sowie ein Personenregister runden die Ausgabe ab, die einen bedeutsamen Beitrag zu einer Neubewertung des bislang von der Forschung wenig beachteten Autors und Bühnenpraktikers darstellt.«

Wolfgang F. Bender, Germanistik, Band 53, Heft 3-4 2012

»Bis auf den 1804 unter dem Pseudonym ›Bonaventura‹ erschienenen und ihm erst von der jüngeren Forschung zugesprochenen Roman Nachtwachen sind Klingemanns Schriften weitenteils vergessen. Als reflexive Stimme seiner Zeit jedoch, die inmitten der zeitgenössischen Diskurse steht, ist der Theatermann […] ein vorzüglicher Referenzpunkt.«

»Alexander Košenina ist zu danken, diese bislang mehrheitlich unbeachteten Quellen neu aufgesucht und im Wehrhahn Verlag publik gemacht zu haben.«

»eine vergnügliche Lektüre«

Stefanie Schmitt, rezens.tfm, 11.12.12

[Doppelrezension: »Ahnenstolz« und »Theaterschriften«]

»Mit den vorgestellten Editionen sind die besten Voraussetzungen für eine neue Klingemann-Konjunktur geschaffen worden.«

Nikolas Immer, IFB, Januar 2013

[Doppelrezension: »Ahnenstolz« und »Theaterschriften«]

»Zusammen mit August von Kotzebue (1761–1819) und August Wilhelm Iffland (1759–1814) gehört der Braunschweiger Autor, Intendant und Regisseur August Klingemann (1777–1831) zu den interessantesten Vergessenen der deutschen Theatergeschichte.«

»Beim Lesen der 16 von Košenina edierten Texte öffnet sich der Blick in ein vergessenes Kapitel deutscher Theater- und Literaturgeschichte […]. Dass der Braunschweiger dabei ein guter, stellenweise blendender Stilist ist, trägt zum Reiz dieses schönen Bandes nicht unerheblich bei.«

Cord-Friedrich Berghahn, Germanisch-Romanische-Monatsschrift, Band 62, Heft 3/2012

Alexander Košenina

Alexander Košenina, Prof. Dr., wechselte 2008 von einem germanistischen Lehrstuhl in Bristol an die Leibniz Universität Hannover. Er vertritt die deutsche Literatur des 17.–19. Jahrhunderts, beschäftigt sich u.a. mit medizinischen und juristischen Fallgeschichten seit der Frühen Neuzeit und interessiert sich für Wechselwirkungen zwischen Malerei und Literatur. Zahlreiche Bücher, Aufsätze, Feuilletons und Editionen zur Literatur des 17. bis 21. Jahrhunderts.

  • ISBN: 978-3-86525-273-9
  • Mit einem Nachwort von Alexander Košenina
  • 180 Seiten
  • Broschur
  • Am 09.07.2012 erschienen
  • Deutsch
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