Theatertexte

Der argwöhnische Ehemann<br>Ein Lustspiel in fünf Aufzügen (1778)

Friedrich Wilhelm Gotter
Hrsg. von Thorsten Unger

Der argwöhnische Ehemann

Ein Lustspiel in fünf Aufzügen (1778)

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Benjamin Hoadlys »The Suspicious Husband« war in der Garrick-Zeit seit ihrem Erscheinen 1747 eine der populärsten Komödien an den Londoner Theatern. In der hier neu edierten Übersetzung Gotters wurde sie auch im deutschsprachigen Raum ein großer Publikumserfolg – allerdings erst im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts, als mit dem gewachsenen Interesse an englischer Kultur gerade auch die Londoner Bühnen ins Blickfeld gerückt waren. In der englischen Komödienlandschaft steht Hoadlys Stück um Liebesintrigen im Hause des misstrauischen Ehemanns Mr. Strictland und mit einer zugkräftigen Kombination aus Figuren-, Sprach- und Situationskomik in der Tradition der Restaurationskomödie, von der es sich zugleich durch gezielte Anspielungen und durch sentimentale Elemente absetzt. Hier verändert Gotter, indem er in seiner Übersetzung neue Referenztexte einspielt. Dadurch verankert er die Komödie einerseits intertextuell im zielseitigen Literatursystem, andererseits aber wird durch die gewählten Referenztexte gleichwohl ein spezifisches englisches Fremdbild vorgeführt.


Benjamin Hoadly, 1706 in London geboren, studierte Mathematik und Medizin. Er praktizierte als angesehener Arzt, ab 1742 in Diensten der Königsfamilie. Neben medizinischen Publikationen ist »The Suspicious Husband«, uraufgeführt 1747 in Covent Garden, der einzige erhaltene literarische Text von Hoadly. Er starb 1757 in Chelsea. Friedrich Wilhelm Gotter wurde 1746 in Gotha geboren. Er studierte Jura in Göttingen und war Archivar, Legationssekretär, schließlich geheimer Sekretär in Gotha. Gotter war zusammen mit Boie Begründer des Göttinger Musenalmanachs. Er betrieb ab 1773 ein Liebhabertheater und unterhielt regen Kontakt mit Schauspielern und Theaterdirektoren (Ekhof, Reichard, Schröder, Iffland, Dalberg). Er übersetzte zahlreiche englische und französische Theaterstücke für das Gothaer Hoftheater und für andere Bühnen. Musikhistorisch sind Gotters Libretti für Singspiele bedeutend, zu denen Benda die Musik komponierte. Gotter starb 1797 in Gotha.

  • ISBN: 978-3-86525-024-7
  • Nach dem Englischen des Benjamin Hoadly
  • Mit einem Nachwort von Thorsten Unger
  • 2. überarbeitete Auflage
  • 140 Seiten
  • Broschur
  • Am 16.11.2004 erschienen
  • Deutsch
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