Über Barbaren, Jesuiten und Schulmänner

Lukasz Bieniasz

Über Barbaren, Jesuiten und Schulmänner

Zeugnisse des Kulturtransfers zwischen Schlesien und Brandenburg-Preußen in den publizistischen Aufklärungs-diskussionen 1785–1806

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Das Erscheinen des neuen Mediums, der »Schlesischen Provinzialblätter« auf der publizistischen Bühne am Anfang 1785 war von grundlegender Bedeutung im Selbstidentifikations- und Aufklärungsprozess Schlesiens. Dieses Periodikum schuf zugleich ein wichtiges Gegengewicht zu den meistens negativen Beschreibungen der Provinz in ›externen‹ Zeitschriften. Lukasz Bieniasz unternimmt den Versuch, die interkulturellen Spannungen, Differenzen oder die Konformität zwischen Preußen und Schlesien am Beispiel dreier Themenbereiche, sog. Kontroversen, – der oberschlesischen, der pädagogischen und der schlesischen –, sichtbarzumachen. Diese Themenbereiche werden im Titel des Buches gleichsam durch die drei Figuren repräsentiert: der Barbar, der Schulmann und der Jesuit. So erfahren wir in den Artikeln über Oberschlesien, welche Barbaren gemeint sind und was diese von den Wilden unterscheidet. In der pädagogischen Kontroverse wird die Schullandschaft in Schlesien besonders durch das Prisma der Lebensumstände der Schulmänner erörtert. Eine wichtige Rolle in der Bewertung Gesamtschlesiens spielt für die externen, preußischen Beobachter der Umgang mit den Jesuiten in dieser Provinz. Es werden nicht nur die kulturellen Konstrukte aus den drei Kontroversen geschildert, sondern auch die These verteidigt, dass diese durch die Reisenden oder die neuen Bürger in Schlesien in die bürgerliche Öffentlichkeit (etwa in Form von Reiseberichten und Berichten) ›transferiert‹ wurden.

  • ISBN: 978-3-86525-446-7
  • 320 Seiten
  • Hardcover
  • Am 20.03.2015 erschienen
  • Deutsch
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