Alfred Stern (1846–1936)

Norbert Schmitz

Alfred Stern (1846–1936)

Ein europäischer Historiker gegen den Strom der nationalen Geschichtsschreibung

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Die Studie rekonstruiert die wissenschaftliche Biographie des heute weitgehend vergessenen deutsch-jüdischen Historikers Alfred Stern, der den größten Teil seines akademischen Lebens als Professor an der ETH in Zürich verbrachte.

Seine Freundschaft mit Albert Einstein wird ebenso thematisiert wie sein kommunikatives Netzwerk und seine Rolle in zeitgenössischen Historiker-Kontroversen, die Berufungspraxis an deutschen und schweizerischen Universitäten ebenso wie Sterns Einstellung zur preußisch-deutschnationalen Historiographie. Im Zentrum der Analyse stehen indessen das umfangreiche, in fast siebzigjähriger Arbeit entstandene Lebenswerk des Historikers und sein zurückhaltender, objektivistischer Stil, der sich aus heutiger Sicht wohltuend abhebt von den politisch engagierten und teils mit tönender Polemik verfassten Werken zeitgenössischer Historiker.


Als liberaler und europäisch denkender Historiker, als deutscher Wissenschaftler in der Schweiz und als jüdischer Akademiker wurde Stern frühzeitig an den Rand des geschichtswissenschaftlichen Kanons abgedrängt. Der Blick auf Leben und Werk dieses dreifachen Außenseiters lässt seine Gestalt vor dem Hintergrund seiner Zeit deutlich werden.

»[Schmitz'] Biographie ist nicht nur die Lebensgeschichte eines jüdischen deutschen Wissenschaftlers, den in der Epoche der angeblichen Emanzipation der Juden die berufliche Diskriminierung in die Emigration trieb, sondern stellt auch eine wertvolle Ergänzung der bestehenden Geschichten der deutschen Historiographie von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende der Weimarer Republik dar.«

Georg G. Iggers, Historische Zeitschrift Band 292, 2011
  • ISBN: 978-3-86525-140-4
  • 344 Seiten
  • Broschur
  • Am 26.10.2009 erschienen
  • Deutsch
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