Urte Stobbe

Adel (in) der Literatur

Semantiken des ›Adligen‹ bei Eichendorff, Droste und Fontane

Im langen 19. Jahrhundert, dem sog. bürgerlichen Zeitalter, treten vermehrt Schriftsteller und Schriftstellerinnen aus der Sozialformation Adel in Erscheinung. Auffällig ist zudem, wie häufig die zentralen Figuren in Werken der sog. Höhenkammliteratur ebenfalls Adlige sind. Diese beiden Beobachtungen bilden den Ausgangspunkt für eine Neujustierung des Verhältnisses zwischen Adel und Literatur, womit sich auch eine Revision der bisherigen literaturwissenschaftlichen und historiographischen Wertungspraktiken im Zusammenhang mit Adel verbindet.
Ausgehend von der Annahme, dass man nicht adlig geboren sein muss, um über Adel zu schreiben, wurde exemplarisch am Beispiel von Joseph von Eichendorff, Annette von Droste-Hülshoff und Theodor Fontane untersucht, welche divergierenden Vorstellungen sich mit ›Adel‹ und ›Adligkeit‹ jeweils verbinden. Dies ist umso spannender, als sich mit Bourdieu die Frage stellen lässt, ob und inwiefern die soziale Herkunft des Autors bzw. der Autorin bei der Ausbildung bestimmter Präferenzen hinsichtlich der kontrovers diskutierten Adelsfrage eine Rolle spielt.

»eine lesenswerte und detaillierte Interpretationsarbeit«

»weit mehr als eine rein literaturwissenschaftliche Auseinandersetzung um Wortbedeutungen«

»anregende und innovative Studie«

Hier der Link zur vollständigen Rezension: http://home.foni.net/~adelsforschung2/literatur.htm?fbclid=IwAR3djZ817V6rNWR88f0aOYqXk6dlUyK-k7RaexlM4NEjib2QQENQR5lNeHA

Dr. phil. Claus Heinrich Bill, Zeitschrift Nobilitas für deutsche Adelsforschung
  • ISBN: 978-3-86525-690-4
  • 496 Seiten
  • Hardcover
  • Am 23.09.2019 erschienen
  • Deutsch
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