Simon Bunke / Antonio Roselli

Kleines Lexikon der Aufrichtigkeit im 18. Jahrhundert

Texte – Autoren – Begriffe

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Aufrichtigkeit gehört zu den Schlüsselbegriffen des sozialen Umgangs und damit auch der modernen Gesellschaft insgesamt: Es gilt gemeinhin als erstrebenswertes Ideal zwischenmenschlicher Interaktion, dass man stets die Wahrheit sagen und also nicht lügen soll. Dabei besitzt diese Pflicht zur Aufrichtigkeit eine historische Signatur, die in das 18. Jahrhundert weist: Obwohl es immer schon Überlegungen zu Wahrheit und Lüge gab, gewinnt Aufrichtigkeit erst im Jahrhundert der Aufklärung eine grundlegende und weitreichende Geltung; sie wird erst jetzt, im Rahmen eines normativen ethischen Diskurses, zu einer zentralen bürgerlichen Tugend.

Diese herausragende Bedeutung der Aufrichtigkeit für das 18. Jahrhundert möchte das vorliegende Lexikon anhand exemplarischer, kurzer Skizzen zu wichtigen Begriffen, Autoren und Texten ausloten. Dabei kommen nicht nur die moralphilosophischen Grundlagen von Aufrichtigkeit und ihre kaum zu überschätzende Wirkung auf die Literatur in den Blick, sondern auch ihre Bezüge zur Ästhetik, Anthropologie, Theologie oder Kulturkritik. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem 18. Jahrhundert, es werden aber auch wichtige Traditionen und Vorläufer seit der Antike einbezogen. Dabei geht das Lexikon dezidiert komparatistisch vor und berücksichtigt die deutschsprachigen wie französischen Diskussionen der Aufrichtigkeit gleichermaßen.

  • ISBN: 978-3-86525-422-1
  • 256 Seiten
  • Broschur
  • Am 24.07.2014 erschienen
  • Deutsch
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