Essays

Leo Kreutzer

Goethes Moderne

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Wer meint, das gibt's doch nicht, Goethes Moderne, der sollte sich dessen nicht so sicher sein.
Wege, auf denen man sie entdecken kann, werden mit den sieben Essays dieses Buches beschritten. Was hat Goethe, darin Gegenspieler von Kant, unter Wissenschaft verstanden, und in welche Richtung hat er eine künftige Naturwissenschaft orientieren wollen? Wie ist es darüber zu einer Verständigung mit Anderen gekommen, mit Alexander von Humboldt zum Beispiel? Welche Vorstellungen hat Goethe in seinen letzten Lebensjahren mit dem Begriff ›Weltliteratur‹ verbunden, nachdem er bereits zuvor mit seinem »West-östlichen Divan« ausprobiert hatte, in welchem Sinne von einer solchen künftig die Rede sein könne? Wie hat er mit der ›Turmgesellschaft‹ eine begierig lernende Gesellschaft seinem lernbegierigen Wilhelm Meister ihre Vorstellungen von Bildung vermitteln lassen: von einer Bildung für ›Goethes Moderne‹? Wovor hat er gewarnt, indem er ›Fiesling Faust‹ als modernen Projektemacher agieren ließ? Und schließlich und vor allem: Wie hat er mit Johann Gottfried Herder einen Verbündeten für eine andere, eine ›heilige‹ Revolution gefunden?
Erst ganz zum Schluss wird verraten, wie wir, ohne uns dessen bewusst zu sein, im Durcheinander des gegenwärtigen Weltgeschehens Konturen von ›Goethes Moderne‹ als einer anderen Art der Globalisierung erfahren.


Inhalt: Goethe ist zu schade. Aber wofür? Einleitendes – Richterliches Nötigen versus Zarte Empirie. Kant und Goethe über Wissenschaftlichkeit – Alexander von Humboldt und die Jenaer ›Gruppe 94‹ – Einheit und Mannigfaltigkeit in Goethes Vision einer künftigen ›Weltliteratur‹ – West-östlicher Divan: präkolonialer ›Orientalismus‹ in postkolonialem Licht – Wilhelm Meister im Entwicklungs-Roman einer begierig lernenden Gesellschaft – Fiesling Faust im Zweiten Teil der Tragödie – Die ›Heilige Revolution‹. Herder und Goethe und der Entwurf einer ›pantheistischen Moderne‹

»Diesem […] so anregenden und aktuellen Büchlein […] wünscht man weite Verbreitung.«

Ursula Homann, literaturkritik.de, Februar 2011
  • ISBN: 978-3-86525-191-6
  • 160 Seiten
  • Broschur
  • Am 18.11.2010 erschienen
  • Deutsch
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