Der Komet<br>Eine Posse in einem Aufzuge

August Wilhelm Iffland
Hrsg. von Johannes Birgfeld / Claude D. Conter

Der Komet

Eine Posse in einem Aufzuge

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Was verbindet Woody Allen und Johann Nepomuk Nestroy mit August Wilhelm Iffland? Wieso lässt Arno Schmidt in seinem Roman Kaff auch Mare Crisium Ifflands Posse Der Komet neu aufleben? Nicht erst die jüngsten Rezeptionsdokumente zeigen, dass die eher unbekannte Posse Der Komet des bekannten Schauspielers, Theaterdirektors und Unterhaltungsschriftstellers August Wilhelm Iffland (1759–1814) immer wieder zu irritieren und zu faszinieren wusste, so dass das Stück von 1798 nichts Geringeres als eine erstaunliche Wirkungsgeschichte bis ins 20. Jahrhundert aufzuweisen hat.

Die Angst vor Kometen als Vorboten des Schlechten, womöglich gar des jüngsten Gerichts, die im Zentrum des Kometen steht, hat eine lange Tradition. Ifflands Stück aber über den drohenden Weltuntergang durch einen auf die Erde herabstürzenden Kometen ist mehr als nur eine Kritik an Scharlatanen und eine Verspottung astrologischer Moden. Iffland setzt sich besonders mit jenen Ängsten auseinander, die von Kometen um 1800 trotz des Aufschwungs der Naturwissenschaften, trotz der zunehmenden Berechenbarkeit der Welt noch immer ausging – und bezieht so auch Stellung zum Projekt der Moderne schlechthin, zu seinen Leistungen wie seinen Schattenseiten. Der Komet bilanziert den Stand der Aufklärung um 1800 – und kommt so zu überraschenden Ergebnissen.

Die hier vorgelegte Edition, die dem Erstdruck von 1799 folgt, enthält Dokumente zur Rezeptions- und Wirkungsgeschichte, Informationen zum Leben und Wirken des Autors sowie zum kultur- und literaturgeschichtlichen Kontext.

»Dass aber der ›Komet‹ über treffsichere Situationskomik hinaus noch wesentlich mehr zu bieten hat […], beweisen Claude D. Conter und Johannes Birgfeld, die ihn hier als zehnten Band der Reihe ›Theatertexte‹ des Laatzener Wehrhahn Verlags herausgegeben haben, in ihren ausführlichen Kommentierungen sowie in Vor- und Nachwort und einem ausführlichen Dokumentationsteil zur Rezeptionsgeschichte.«



»Edition und Kommentierung lassen nichts zu wünschen übrig; man wird als Leser bestens über den ›Kometen‹, seinen Autor und den kulturgeschichtlichen Hintergrund seiner Wirkungsgeschichte aufgeklärt.«



»Wer einen unbefangenen Zugang zu einem scheinbar zu Recht vergessenen und mit altbekannten Etikettierungen versehenen Autor sucht und an einer neuen Perspektive auf sein Werk im Besonderen und auf das Theater der Goethe-Zeit im Allgemeinen interessiert ist, der greife zu diesem Buch. Es ist ein Muss für alle Iffland-Fans und solche, die es werden wollen – und nicht zuletzt eine originelle Einstimmung auf die Iffland-Jahre 2009 und 2014. Wenn nicht zwischendurch ein Komet einschlägt!«

Alexander Martin Pfleger, literaturkritik.de, Juli 2007
  • ISBN: 978-3-93232-440-6
  • Leipzig 1799
  • Mit einem Nachwort von Johannes Birgfeld und Claude Conter
  • 120 Seiten
  • Broschur
  • Am 13.06.2006 erschienen
  • Deutsch
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