Hanjo Kesting

Abschiedsmusik

Nachrufe aus zwanzig Jahren (2000 – 2020)

Nachrufe gehören zum Pflichtpensum des Journalisten, zur Forderung des Tages, so wie die Nachrichtenlage sie ihm abverlangt. Sie stehen unter dem Druck der Aktualität, müssen schnell geschrieben werden, meist in wenigen Stunden, zuweilen in noch kürzerer Frist. Aber die Erschütterung, die von einer Todesnachricht ausgeht, kann durch keinerlei Routine vorweggenommen werden. Man merkt es den Texten an, wenn die wichtigste Erfahrung darin fehlt: die Konfrontation mit dem realen Tod.
Der vorliegende Band enthält achtundfünfzig Nachrufe aus zwanzig Jahren (2000–2020) journalistischer Arbeit von Hanjo Kesting. Zwei Voraussetzungen mussten in jedem Einzelfall zusammenkommen: der Anlass einer Todesnachricht und eine Affinität zu den Verstorbenen. Zu ihnen gehören Schriftsteller, Publizisten, Schauspieler, Regisseure, Maler, Komponisten und Interpreten. Mit vielen von ihnen war Kesting persönlich bekannt oder freundschaftlich verbunden. Insofern war es unvermeidlich und in einer Buchveröffentlichung fast geboten, persönliche Erinnerungen einfließen zu lassen.
Nicht zuletzt bahnt diese Sammlung von Nachrufen einen Weg durch die Kulturgeschichte des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts.

Hanjo Kesting

Hanjo Kesting, geb. 1943, von 1973–2006 Leiter der Hauptredaktion Kulturelles Wort beim Norddeutschen Rundfunk. – Zuletzt: »Bis der reitende Bote des Königs erscheint. Über Oper und Literatur«, Göttingen 2017. – »Erfahren, woher wir kommen. Große Erzählungen der Weltliteratur«, 3 Bde., Göttingen 2019.

  • ISBN: 978-3-86525-900-4
  • 336 Seiten
  • Hardcover mit SU
  • Am 19.11.2021 erschienen
  • Deutsch
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