Beiträge zur Schauspielkunst

August Wilhelm Iffland
Hrsg. von Alexander Košenina

Beiträge zur Schauspielkunst

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August Wilhelm Iffland (1759–1814), vor 250 Jahren im Leibniz-Haus Hannover geboren, zählt zu den bekanntesten Schauspielern und produktivsten Dramatikern seiner Zeit. Seine Bühnenkarriere führte vom Herzoglich Gothaischen Hoftheater über das Mannheimer Nationaltheater nach Berlin ans Königliche Nationaltheater, das er von 1796 bis zu seinem Tod leitete. Daneben entstanden mehr als sechzig eigene Stücke und Übersetzungen sowie theoretische Beiträge zur Schauspielkunst. Die Edition vereinigt die schwer zugängliche Zeitschriftenpublikation Briefe über die Schauspielkunst (1781/82) mit dem in Bibliotheken sehr seltenen Büchlein Fragmente über Menschendarstellung (1785). Beide Beiträge zur Schauspielkunst gehen auf jene Debatten zurück, die Wolfgang Heribert von Dalberg in Ermangelung geeigneter Literatur zur Bühnenpraxis an seinem Mannheimer Theater anregte. Ifflands Devise lautet, Schauspieler müssten »den Menschen zum Karakter« schaffen, der zuvor vom Dichter hervorgebracht wurde. In den Briefen und den Fragmenten entwickelt er die Grundlagen seines psychologisch naturwahren Darstellungsstils und ergänzt diese durch Überlegungen zur Dramaturgie, Actio, Aussprache, den Berufskrankheiten der Akteure oder zum Verhalten des Publikums.

Briefe über die Schauspielkunst (1781/82)
Fragmente über Menschendarstellung auf den deutschen Bühnen (1785)

»Der von Alexander Košenina herausgegebene und mit einem Nachwort versehene Band ›August Wilhelm Iffland: Beiträge zur Schauspielkunst‹ enthält Texte, die erstmals in dieser Zusammenstellung und vor allem erstmals seit 1781/1782 bzw. 1785 neu aufgelegt wurden. [...] Insgesamt ist die Lektüre [dieses] Bandes in jeder Hinsicht aufschlussreich, vor allem dann, wenn man die französische mit der deutschen Schauspielkunst im 18. Jahrhundert in Bezug setzen und in vergleichender Perspektive betrachten will.«

Cerstin Bauer-Funke, Das Achtzehnte Jahrhundert, Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des achtzehnten Jahrhunderts, Jahrgang 35, Heft 1/2011

Alexander Košenina

Alexander Košenina, Prof. Dr., wechselte 2008 von einem germanistischen Lehrstuhl in Bristol an die Leibniz Universität Hannover. Er vertritt die deutsche Literatur des 17.–19. Jahrhunderts, beschäftigt sich u.a. mit medizinischen und juristischen Fallgeschichten seit der Frühen Neuzeit und interessiert sich für Wechselwirkungen zwischen Malerei und Literatur. Zahlreiche Bücher, Aufsätze, Feuilletons und Editionen zur Literatur des 17. bis 21. Jahrhunderts.

  • ISBN: 978-3-86525-121-3
  • Mit einem Nachwort von Alexander Košenina
  • 108 Seiten
  • Broschur
  • Am 20.03.2009 erschienen
  • Deutsch
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