Sozusagen grundlos vergnügt

Künstler: Alix Dudel

Sozusagen grundlos vergnügt

Lieder & Lyrik von Mascha Kaléko - Musik von Herbert Baumann

€ 15,00 nicht lieferbar
Titelliste:


Miniatur 2

Zwischentext I

Sei still

Träumer mittleren Alters

Für einen

Ich und Du

Miniatur 5

Quasi ein Mahnbrief

Wenn man nachts nicht schlafen kann ...

Auf eine Leierkastenmelodie

Das letzte Mal

Kleine Auseinandersetzung

Alte Flamme bei Lichte besehen

Auf einen Café-Tisch gekritzelt

Angebrochener Abend

Zwischentext II

Signal

Das Ende vom Lied

Was man so alles überlebt

Enfant Terrible

Einem Kinde im Dunkeln

Horizontale Muse

Konsequenz des Herzens

Ganz kleiner Schwips

Monolog für Alleinstehende

Der nächste Morgen

Bescheidene Anfrage

Ausverkauf in gutem Rat

Zwischentext III

Was man so braucht

Interview mit mir selbst

Zwischentext IV

Zeit für Krähen

»Take it easy!«

Miniatur 1 / Souvenir à Kladow

Unter fremdem Dach

Interview mit mir selbst

Miniatur 4

Die »Kleine Angina«

Unabgesandter Überseebrief

Sozusagen grundlos vergnügt

Lied zur Nacht




Mascha Kaléko wurde 1907 in Chrzanòw in West-Galizien geboren und kam 1918 mit ihren Eltern nach Berlin, wo sie bis 1938 lebte und schrieb. Hier lernte sie ihren ersten Mann Saul Kaléko und ihren zweiten Mann Chemjo Vinaver kennen. 1936 kam ihr Sohn Evjatar (Steven) zur Welt. 1933 und 1934 erschienen im Rowohlt-Verlag ihre ersten beiden Gedichtbände. Die politischen Verhältnisse zwangen sie 1938, ihre Heimat zu verlassen und nach Amerika zu gehen. Ende 1959 folgte sie ihrem Mann nach Israel. 1975 starb sie in Zürich.


»Die CD ›Sozusagen grundlos vergnügt‹ wurde im NDR-Funkhaus aufgenommen: Die Diseuse und Schauspielerin Alix Dudel singt und rezitiert Lieder und Lyrik von Mascha Kaléko, der Gitarrist Sebastian Albert spielt dazu Musik von Herbert Baumann. Kaléko, die von 1918 bis 1938 in Berlin lebte, war ein famose Großstadtpoetin. Ihre Texte sind so schön, dass es weh tut. Dudel wiederum versteht es meisterhaft, den Gedanken der Dichterin einen angemessenen Ausdruck zu verleihen. Mit der Geste der altermilden Diva, die alles gesehen und erlebt hat, singt sie wundervolle Chansons wie ›Einem Kinde im Dunkeln‹ und liest lakonische Gedichte wie ›Was man so alles überlebt‹ und ›Träumer mittleren Alters‹. ›... Mein Schicksal bleibt es, Träumen nachzujagen – ein hoffnungslos verlorenes großes Kind‹, lautet eine von vielen Passagen, die die Seele zum Schwingen bringen: toll!«

STADTKIND, Hannover, Juli 2011

»Dieses Album ist etwas für einsame Herbstabende und zugleich etwas für laue Sommernächte zu zweit. Es vereint Widersprüchliches mit leichter Hand: Melancholie und Heiterkeit, distanziert ironische Beobachtung und rückhaltloses Gefühl, Zynismus und Zärtlichkeit. Seismografisch loten die Texte der Mascha Kaléko das Empfinden von Fremdsein und Einsamkeit aus, sind mit ihrer Zeitfühligkeit und ihrem Großstadtflair zudem ideale Chanson-Vorlagen. Mit einer geschickten Zusammenstellung 43 aphoristisch kurzer Nummern lässt die Hannoveraner Diseuse Alix Dudel das bewegte Leben der 1907 in Galizien geborenen Dichterin Revue passieren. Da reflektiert das ›Interview mit mir selbst‹ die erste Emigration der Elfjährigen nach Berlin, den belächelten Kinderglauben, ›dass, wenn die Kriege aus sind, Frieden sei‹. Nach zunehmenden Anfeindungen durch die Nazis emigrierte Kaléko in die USA. Nach Kriegsende lebte sie in Israel, London und zuletzt Zürich, wo sie 1975 starb. Zuvor hatte sie Mann und Sohn innerhalb von fünf Jahren verloren – und doch fand sie ›sozusagen grundlos vergnügt‹ in der Menschenliebe ›die Leiter, die zum Himmel führt‹.

Ganz in der Tradition einer Marlene Dietrich oder Hildegard Knef gibt Alix Dudel Kalékos gebrochene Gemütslagen facettenreich wieder. Eindrucksvoller noch als bei den melancholisch-schlichten Vertonungen von Herbert Baumann entfaltet sich ihre rauchig dunkle Stimme jedoch in den gesprochenen Texten. Sebastian Albert ist auch hier ein sensibler Gitarrenbegleiter, der die Töne lautmalerisch etwa wie die Tränen des Regens ›unter fremdem Dach‹ tropfen lässt.«

Isabel Herzfeld, Jüdische Illustrierte, 16. Juni 2011
  • ISBN: 100-0-04--
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