Die Stadt Lehrte, schon früh ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt, spielte im System der nationalsozialistischen Zwangsarbeit eine besondere Rolle. Seit 1942 befand sich hier ein großes Durchgangslager für die Transporte ausländischer Arbeitskräfte. Es diente dazu, vor allem Menschen aus Osteuropa zu registrieren, zu entlausen und an die Arbeitsplätze meist im deutschen Nordwesten weiterzuleiten. Hunger, mangelnde Hygiene, die Krankheiten und der Tod der Deportierten, die oft schon geschwächt nach Jahren unter deutscher Besatzung in Lehrte ankamen, prägten den Lageralltag. Daneben bestanden weitere Lager am Ort, mit Tausenden Insassen. Das vorliegende Buch beschreibt erstmals ausführlich die Umstände in diesen Lagern und geht näher auch auf den Terror ein, den die ausländischen Arbeitskräfte hier erlitten. Zudem wird das Schicksal zahlreicher Todesopfer dokumentiert.