Der zweite Band von Hedonistische Askese versammelt transdisziplinäre Beiträge zu emergierenden Lebensformen zwischen Konsumverzicht und neu konfigurierten Praktiken des Genusses. Aufbauend auf den im ersten Band entwickelten theoretischen Grundlagen und Diagnosen spätmoderner Subjektivitätsformen werden diese Perspektiven hier vertieft, aktualisiert und erweitert. Im Zentrum stehen Phänomene wie Downshifting, Konzepte von Artengerechtigkeit sowie alltagsprak-tische Neuordnungen – vom Aufräumen über neue Formen des Gärtnerns bis hin zu zeitgenössischen Praktiken des Pilgerns. Die Beiträge untersuchen diese Entwicklungen als Ausdruck einer grundlegenden Neuverhandlung von Arbeit, Nachhaltigkeit und Sinnproduktion in gegenwärtigen Gesellschaften. »Hedonistische Askese« wird dabei als eine analytische Kategorie verstanden, die das Spannungsfeld zwischen Selbstbegrenzung und Selbstentfaltung systematisch erschließt und in seinen sozialen, kulturellen und ethischen Dimensionen reflektiert.
Der Band richtet sich an Leser*innen aus den Sozial-, Kultur- und Geisteswissenschaften sowie an alle, die sich für alternative Lebensweisen und deren theoretische Fundierung interessieren.