Schon ein Blick in die ›Werkstatt‹ des Autors bezeugt die herausragende Bedeutung, die das Lesen in Friedrich Schillers Leben einnimmt. Welches sind die Lektüren, aus denen er Inspiration für seine fortgesetzte Theoriebildung schöpft? Wie verbinden sich die Praxen des Lesens und Schreibens? Wie weit ist das Projekt einer virtuellen Bibliothek des Autors gediehen? Die Beiträge des Bandes vergegenwärtigen Perspektiven und Desiderate der Forschung. In exemplarischer Weise rücken sie Leseprozesse Schillers im Horizont seiner kreativen Auseinandersetzung mit Philosophie und Literatur vor Augen.
Inhalt: Gérard Raulet
Schillers philosophische Lektüren im Zusammenhang der Briefe Über die ästhetische Erziehung des Menschen
Irmtraud Hnilica
Was kann eine gute Dramenrezeption eigentlich wirken? Schillers Theatertheorie als Lektürepraxis
Claudia Streim
»Schiller gehörend […] Heilig aufzuheben!« Friedrich Schillers Bücher, ihre Provenienzen und ihr Weg in eine virtuelle Bibliothek